ProtoTrolle

Kurzer Rückblick auf die Alt-Katholische Bistumssynode und Fotos vom letzten Tag der Synode

In seiner Abschlusspredigt nahm Generalvikar Jürgen Wenge auf das Gleichnis vom Senfkorn Bezug (Lk 17,5-10 par.) und machte damit deutlich, dass wir – wie die Synode gezeigt habe – auch „in unserer Senfkornkirche“ schon einiges bewegen können, wenn wir unseren Gott immer wieder um einen lebensstärkenden Glauben bitten, wie dies auch die Jünger Jesu getan hätten. Dabei sei er beeindruckt gewesen davon, mit welcher Gelassenheit bei gleichzeitiger Ernsthaftigkeit die Synode gearbeitet habe.

Gesprochen wurde auf der Synode über so manche spannende Themen. Mittelpunkt war dabei die Weiterführung des Gesprächs über das Thema ‘Sakrament der Ehe’ (vgl. dazu auch die entsprechende Pressemitteilung: Gleich oder ungleich).  Der Gesprächsprozess wird nun in den nächsten Jahren mit Fachtagungen und weiteren thematischen Diskussion-Veranstaltungen fortgesetzt.

Bereits am ersten Abend wurde entschieden, dass auf der nächsten Synode, die vom 3. bis zum 7. Oktober 2018 in Mainz stattfinden wird, ein Tag für das Thema ‘Frieden’ reserviert wird. Zudem trat das Bistums auf Beschluss der Synode dem Aktionsbündnis ‘Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel’ bei.

Überwältigend war die Fülle der diakonischen Aktivitäten, die von Dekan Ulf-Martin Schmidt und Pfr. Reinhard Potts sowie einer ganzen Reihe an Gemeinden am Donnerstag-Mittag präsentiert wurden: Projekte im Sudan, in Tansania, auf den Philippinen, aber auch vor Ort für Stricher, für Flüchtlinge, für Obdachlose u.v.m. Dekan Schmidt, der gleichzeitig Vorsitzender der alt-katholischen Diakonie ist, wird in der November-Ausgabe der Kirchenzeitung Christen heute darüber berichten.

In Sachen Ökumene gab es viele Gäste: Bereits zu Beginn der Synode besuchte der Mainzer Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann die Synode und sprach ein Grußwort. Am Freitag war schließlich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, zu Gast; er hielt am Abend auch die Predigt bei der Altkirchlichen Lichtvesper. Als permanenter Gast war Bischof Pierre Whalon, Leitender Bischof der Episkopalkirche, als Vertreter der mit den Alt-Katholiken in voller Kirchengemeinschaft stehenden Anglikanischen Kirche zugegen.

Auch Beschlüsse wurden in Blick auf die Ökumene gefasst: Die Synode beschloss die gegenseitige Zulassung zum Patenamt sowie die gegenseitige Anerkennung von Firmung und Konfirmationen mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) (vgl. dazu auch die Pressemitteilung ‚Gegenseitige Anerkennung von Firmung und Konfirmation‘). Bischof Dr. Ring berichtete auch vom Dialog mit der indischen Mar Thoma Kirche und erhielt von der Synode Zustimmung dafür, den Weg in Richtung voller Kirchengemeinschaft weiterzuführen. Mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Schweden sind die Gespräche dagegen abgeschlossen; im November werde bei der Synode der Schwedischen Kirche in Uppsala nun die volle Kirchengemeinschaft zwischen den alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union und der Schwedischen Kirche feierlich begründet. Bischof Dr. Ring teilte auch mit, dass die schwedische Erzbischöfin Antje Jackélen bereits zugesagt habe, beim nächsten Kirchentag in Berlin bei der Lima-Liturgie mitzuwirken.

Insgesamt war die Synode neben einer dichten Arbeits-Intensivität auch immer wieder von großer Heiterkeit geprägt, die erheblich dazu beitrug, auch manch trocken-komplexe Diskussion über Feinheiten des Kirchenrechts mit Humor zu tragen. Es war eine gute Synode.

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