Im heutigen Evangelium von der Begegnung Jesu mit einer Frau am Jakobsbrunnen bei Sychar in Samarien werden uns gleich zwei Begebenheiten erzählt, die für die damalige Zeit und die Umwelt Jesu eigentlich vollkommen unmöglich waren: Jesus lässt sich als Mann in der Öffentlichkeit auf ein Gespräch mit einer Frau über deren Leben ein, mehr noch, er beginnt sogar selbst das Gespräch. Und zudem handelt es sich bei dieser Frau um eine Samaritanerin, also eine Angehörige einer Religion, die sich zwar selber in der jüdischen Tradition stehend sieht, von Menschen jüdischen Glaubens aber als eine nicht-jüdische Gruppierung betrachtet wird, mit der man aus verschiedenen Gründen keinen Kontakt pflegen sollte.
Jesus kümmert sich aber nicht um solche gesellschaftlichen Sitten und Vorbehalte. Denn ihm ist es wichtig, die frohe Botschaft Gottes zu vermitteln, die allen Menschen zugänglich sein soll. Alle Menschen sollen in ihren Herzen und mit ihrem Leben eine lebendige Beziehung zu Gott aufbauen können. Dieses Ziel steht für Jesus über allen Sitten und Normen.
Zur Frage, was das für uns und für unseren Glauben bedeutet, mache ich mir in diesem Video ein paar Sonntagsgedanken.