Evangelisch und Katholisch in Kirchengemeinschaft

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Pressemitteilung des Alt-Katholischen Bistums:

Katholisches Bistum der Alt-Katholiken und Evangelisch-Lutherische Kirche von Schweden gehen aufeinander zu

Die Alt-Katholischen Kirchen der Utrechter Union und die Evangelisch-Lutherische Kirche von Schweden sind auf dem Weg, in Kirchengemeinschaft miteinander treten. Ein 2005 begonnener Dialogprozess ist mittlerweile zum Abschluss gekommen. Die Ergebnisse liegen in einem Abschlussbericht vor, der im Jahr 2013 veröffentlicht und Anfang Oktober von der in Mainz tagenden Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland begrüßt wurde. Die Synode sprach sich einmütig dafür aus, dass sich Bischof Dr. Matthias Ring im Rahmen der Utrechter Union für Schritte zur Feststellung einer Kirchengemeinschaft mit der Kirche von Schweden einsetzt.

Die Kirche von Schweden sei die erste evangelische Kirche, mit der die alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union in solch enge Beziehungen treten werden, bemerkte Bischof Dr. Ring. »Vielleicht ist das der beste Beitrag, den wir zum bevorstehenden Reformationsjubiläum 2017 leisten können: Dass wir Brücken zu den evangelischen Kirchen bauen und neue kirchliche Gemeinschaft in konfessioneller Vielfalt suchen«, so Ring. Er würde es begrüßen, wenn sich die Beziehungen aller Kirchen zueinander quer über die Konfessionsgrenzen hinweg in diesem Sinne weiterentwickeln würden.

Auch die Synode der Christkatholischen Kirche der Schweiz äußerte keine prinzipiellen Bedenken gegen die Feststellung einer Kirchengemeinschaft. Die Voten aus den anderen alt-katholischen Kirchen stehen noch aus. Es werden aber auch hier positive Stellungnahmen erwartet. Die endgültige Entscheidung über die Feststellung der Kirchengemeinschaft wird von alt-katholischer Seite durch die Internationale Bischofskonferenz getroffen.

Auch die Erzbischöfin der schwedischen Kirche, Dr. Antje Jackelén, begrüßte das Votum der deutschen Bistums-Synode. »In drei Jahren steht das Jubiläum ´500 Jahre Reformation` ins Haus. Als lutherische Kirche wollen wir dies ökumenisch, global und als fortwährende Bewegung feiern. Eine Kirchengemeinschaft mit Alt-Katholiken wäre ein guter Schritt vorwärts«, so die Erzbischöfin.

Erzbischöfin Dr. Jackelén wurde 1955 als Antje Zöllner im westfälischen Herdecke geboren und hat in Bethel, Tübingen und Uppsala Theologie studiert, wo sie ihren Mann kennenlernte. 2007 wurde sie zur Bischöfin geweiht, im Juni 2014 als erste Frau zum Oberhaupt der schwedischen Kirche ernannt.

Innerhalb der Kirche von Schweden hat im letzten Jahr ebenfalls ein intensiver Diskussionsprozess über das Abschlussdokument der gemeinsamen Kommission begonnen. Inzwischen liegen positive Voten für eine Kirchengemeinschaft von Seiten der Bischofskonferenz und aus vielen der einzelnen Bistümer der Kirche von Schweden vor. Auf der Basis dieser Rückmeldungen sowie einer noch ausstehenden Billigung der Kommission für Kirchenlehre wird »Kyrkostyrelsen« (exekutives Leitungsgremium zwischen den Synoden, vergleichbar der deutschen Synodalvertretung) eine Empfehlung erarbeiten, die im Herbst 2015 der Gesamtsynode der Kirche von Schweden vorgelegt wird. Der bisherige Diskussionsprozess spricht dafür, dass auch die Kirche von Schweden grünes Licht für die Feststellung der Kirchengemeinschaft zwischen ihr und den alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union geben wird.

Hintergrundinformationen zur Schwedischen Kirche auf der Homepage des Bistums.

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