125 Jahre Utrechter Union – Internationaler Altkatholiken-Kongress in Utrecht

Am Donnerstag, 18. September 2014, startet der 31. Internationale Altkatholikenkongress. Er ist verbunden mit der Feier zum 125jährigen Bestehen der Utrechter Union, in der die Alt-Katholischen Kirchen zusammengeschlossen sind. Bis Sonntag, 21. September 2014 werden alt-katholische Christinnen und Christen aus den Niederlanden, aus der Schweiz, aus Österreich, aus Tschechien, aus Polen und aus Deutschland mit vielen internationalen und ökumenischen Gästen in Utrecht zusammenkommen.

Am 24. September 1889 hatten die damaligen Bischöfe der Niederlande (Erzbischof Johannes Heykamp (Utrecht), Bischof Casparus Johannes Rinkel (Haarlem), Bischof Cornelius Diependaal (Deventer) ), der Schweiz (Bischof Prof. Dr. Eduard Herzog) und Deutschlands (Bischof Prof. Dr. Joseph Hubert Reinkens) im Bischofshaus in Utrecht den Grundstein für diese internationale Gemeinschaft der alt-katholischen Kirchen gelegt. Anlässlich dieses Jubliläums wird am 20. September in der Utrechter Domkirche um 14.30 Uhr ein Festgottesdienst stattfinden, an dem u.a. Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Beatrix der Niederlande, teilnehmen wird.

Anlässlich des Jubiläums haben die amtierenden Bischöfe der Utrechter Union unter dem Titel Brücken bauen einen gemeinsamen Hirtenbrief veröffentlicht. Darin betonen sie die besondere Verpflichtung der alt-katholischen Kirchen, sich für die Ökumene, für die Einheit und Gemeinschaft der Kirchen einzusetzen, Brücken zu bauen und Gemeinschaft zu suchen.Wer an die Versöhnung die uns in Jesus gezeigt wurde glaubt, sucht nicht die Trennung sondern die Gemeinschaft„, so die Bischöfe in dem gemeinsamen Hirtenbrief. Dabei biete sich das alt-kirchliche Modell der Communio von Ortskirchen, welche „Einheit im Wesentlichen und Vielfalt in der Ausgestaltung des kirchlichen Lebens“ ermögliche, als Modell für den Aufbau einer  „Glaubensgemeinschaft gleichberechtigter und gleichwertiger Orts- und Nationalkirchen“  an. Die Bischöfe machen deutlich, dass es Berufung der Utrechter Union ist, Initiativen zu ergreifen, „um neue Partnerschaften mit anderen Kirchen einzugehen“ und „aktiv auf die Suche nach der Erweiterung unseres ökumenischen Auftrages“ zu gehen. Die eigene Kleinheit erweise sich dabei eher als Vorteil, „weil sie für Niemanden eine Bedrohung darstellt.

Die amtierenden Bischöfe der Utrechter Union. Von links nach rechts: Bischof Dr. Wiktor Wysoczanski (Polen), Bischof Dusan Hejbal (Tschechien), Bischof Dr. Matthias Ring (Deutschland), Erzbischof Dr. Joris Vercammen (Utrecht/Niederlande), Bischof Dr. Harald Rein (Schweiz), Bischof Dr. John Okoro (Österreich), Bischof Dr. Dirk Schoon (Haarlem/Niederlande)
Die amtierenden Bischöfe der Utrechter Union. Von links nach rechts: Bischof Dr. Wiktor Wysoczanski (Polen), Bischof Dusan Hejbal (Tschechien), Bischof Dr. Matthias Ring (Deutschland), Erzbischof Dr. Joris Vercammen (Utrecht/Niederlande), Bischof Dr. Harald Rein (Schweiz), Bischof Dr. John Okoro (Österreich), Bischof Dr. Dirk Schoon (Haarlem/Niederlande)
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