Die Wurst ist schuld

Eigentlich kann ich es gar nicht recht glauben: Nach einem Zeitungsbericht der Berliner Tageszeitung (taz vom 20. Mai 2014) über die Flutkatastrophe auf dem Balkan haben die orthodoxen Patriarchen von Belgrad und Montenegro der österreichischen Travestiekünstlerin Conchita Wurst die Schuld für die verheerenden Überschwemmungen gegeben. Gott warne die Menschen nach Ansicht der Patriarchen mit dieser Flut vor dem Verfall der Sitten!

Ein Interview, welches der TV-Sender „Nova“ mit dem serbischen Metropoliten Amfilohije geführt hat, ist dabei auf dem Portral nachrichten.at zu finden. Ich kann zwar kein Serbisch, nehme aber an, dass der Artikel tatsächlich das wiedergibt, was der Metropolit sagt.

Conchita Wurst heißt mit bürgerlichem Namen Thomas Neuwirth und hat vor gut einer Woche beim Eurovision Song Contest mit dem Lied Rise Like a Phoenix den ersten Platz belegt.

Hier scheint von den entsprechenden Kirchenoberhäuptern ein Rückwärtsgang ins Mittelalter eingelegt zu werden, über den ich als aufgeklärter und gläubiger Christ nur den Kopf schütteln kann.

Ich bin gepannt, wann von solchen kirchlichen Würdenträgern empfohlen wird, erneut eine Arche zu bauen … aber in der entsprechenden biblischen Geschichte (Genesis / 1. Mose 6,5-9,17) kommt ja dann ein Regenbogen vor … wie soll man das dann nur wieder interpretieren? …

Titelbild: © Almut Bieber / pixelio.de

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Ein Gedanke zu „Die Wurst ist schuld“

  1. Seit Conchitas Sieg hat die Frage nach dem, was heutzutage normal ist, so einen Bart. Dennoch ist das für die Religionen natürlich ein absoluter wurst case!

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