Synode im Blick

Die 59. Ordentliche Bistumssynode rückt näher: In 145 Tagen werden sich Synodale aus dem gesamten Bistum in Mainz treffen, um über die Anträge zu beraten, welche aus dem gesamten Bistum eingereicht worden sind.

Die Anträge der Gemeinden, Landesverbände, Dekanatspastoralkonferenzen und der Geistlichen mit Zivilberuf stehen dabei bereits als pdf zum Download online zur Verfügung (siehe: Synoden-Anträge). Die Anträge der Synodalvertretung folgen noch.

Besonders spannend werden sicherlich die Diskussionen um den Antrag der Pfarrgemeinde Regensburg, darüber zu beraten, ob das Sakramtent der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften zugelassen werden kann. Begründet wird der Antrag damit, dass es bereits gängige Praxis in der alt-katholischen Kirche sei, „auf Dauer angelegte gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen. Für viele Betroffene und auch Nicht-Betroffene ist aber die Unterscheidung zwischen Segnung für Gleichgeschlechtliche und Sakrament für Verschiedengeschlechtliche nicht verständlich.“ Deswegen wünsche sich die Gemeinde einen Diskurs zu diesem Thema und ggf. ein neues Nachdenken über das alt-katholische Verständnis des Ehesakraments. In eine ähnliche Richtung geht ein Antrag der bayerischen Dekanatskonferenz.

Auch ein Antrag der Pfarrgemeinde Aachen wird wohl einiges an Diskussionen auslösen. Es geht um die Frage, wie eine Gemeinde an der Entlassung einer Pfarrerin resp. eines Pfarrers, die resp. der nicht mehr das Vertrauen der Gemeinde genießt, beteiligt werden kann. Hierzu gibt es bislang keine klaren Regelungen in der Synodal- und Gemeindeordung (SGO). In eine ähnliche Richtung geht ein Antrag der Pfarrgemeinde Bonn.

Die Dekanatspastoralkonferenzen Nord und Ost bringen zudem einen Antrag ein, der jede Pfarrgemeinde im Bistum dazu einlädt, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein diakonisches Projekt an ihrem Ort oder in ihrem Gebiet zu beginnen oder sich einem bestehenden Projekt in Zusammenarbeit mit anderen Kirchen, Organisationen oder Einrichtungen anzuschließen.

Die Pfarrgemeinde Krefeld bringt den Antrag in die Synode ein, eine Resolution an alle im Deutschen Bundestag vertretenen Abgeordneten zu richten, die Frage deutscher Waffenexporte umfassender und öffentlicher zu diskutieren.

Für alle Pfarrgemeinden interessant wird ein Antrag der Pfarrgemeinde Furtwangen. Sie bittet die Synode zu beschließen, dass die Kosten für die Dienstfahrten der Geistlichen in den Gemeinden in Zukunft von der Synodalkasse getragen werden. Im Moment muss jede Gemeinde diese Dienstfahren aus dem eigenen Budget schultern. Da die Kirchensteuern allerdings seit 2008 zentral verwaltet und darüber u.a. die Personalkosten getragen werden, sind die finanziellen Spielräume in den Gemeinden teilweise sehr eng geworden, so dass die Dienstfahren von diesen nur schwer zu tragen seien.

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