Ein Vikar für die Freie und Hansestadt Hamburg

Priester Walter Jungbauer
Priester Walter Jungbauer

Erstmals hauptberuflicher alt-katholischer Geistlicher für Hamburg

Zum 1. Januar 2014 wird es erstmals einen hauptberuflichen Geistlichen für die alt-katholische Pfarrgemeinde Hamburg geben. Der Diplom-Theologe und Priester Walter Jungbauer (48) wird als Vikar der Pfarrgemeinde Hannover die Betreuung der Hamburger Gemeinde übernehmen. Am 5. Januar 2014 wird der neue Vikar um 16.00 Uhr in der Evangelisch-Lutherischen Hauptkirche St. Trinitatis / Altona, Kirchenstraße 40, von Dekan Oliver Kaiser der Pfarrgemeinde vorgestellt.

„Mit einem hauptberuflichen Geistlichen wollen wir die alt-katholische Seelsorge in Hamburg und der Metropol-Region der Freien und Hansestadt stärken“, betont Bischof Dr. Matthias Ring. Damit wolle die Kirchenleitung des alt-katholischen Bistums das stetige Wachstum der Hamburger Gemeinde unterstützen und weiter befördern.

Der Vikar stellt sich gerne den neuen beruflichen Herausforderungen. „In Hamburg gibt es viele Menschen, die auf der Suche sind nach einer ökumenischen, offenen und synodalen katholischen Kirche“, so Jungbauer. Diese Menschen wolle die alt-katholische Pfarrgemeinde Hamburg erreichen. Da Jungbauer sein Engagement nun hauptberuflich in die Seelsorge in Hamburg und Umgebung konzentrieren könne, sei diese Aufgabe leichter zu erfüllen.

Jungbauer ist verheiratet und hat drei Söhne. Er ist seit über 20 Jahren Mitglied der alt-katholischen Kirche, für die er 2008 zum Diakon und 2010 zum Priester geweiht wurde. In seinem Dienst als Vikar wird er gemeinsam mit einer ehrenamtlich tätigen Kollegin die Gemeindemitglieder und zahlreiche Freundinnen und Freunde der Pfarrgemeinde Hamburg betreuen. Hauptberuflich hat Jungbauer bislang als Fundraiser, Öffentlichkeitsarbeiter und Pressesprecher gearbeitet. Sein Dienst in der alt-katholischen Kirche umfasst auch die Koordination der bistumsweiten Öffentlichkeitsarbeit sowie die Mitarbeit in der Redaktion der Bistumszeitung ‚Christen heute’.

Die alt-katholische Kirche entstand aus dem Protest gegen die Lehren von der Unfehlbarkeit und obersten Richtergewalt des Papstes (verkündet vom Ersten Vatikanischen Konzil 1869/1870) und ist bischöflich-synodal verfasst. Schon früh nach ihrer Gründung wurden intensive Gespräche im ökumenischen Dialog mit anderen Konfessionen gesucht und die verpflichtende Ehelosigkeit der Priester (Zölibat) aufgehoben. Die alt-katholische Kirche hat volle Kirchengemeinschaft mit den anglikanischen Kirchen; Gespräche zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem alt-katholischen Bistum führten 1985 zu einer offiziellen gegenseitigen Einladung zu Abendmahl und Eucharistie. Seit den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts werden auch Frauen in der alt-katholischen Kirche zu Diakoninnen und Priesterinnen geweiht.

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