Ein kleiner Spendenrekord …

Clarita und Lito Cuevas vor ihrem zerstörten Haus auf den Philippinen (Foto von den Folgen des Taifuns im Februar 20112)
Clarita und Lito Cuevas vor ihrem zerstörten Haus auf den Philippinen (Foto von den Folgen des Taifuns im Februar 2012 – kostenfrei verwendbare Fotos von der aktuellen Katastrophe liegen mir im Moment leider noch nicht vor)

Gestern hat es das Bistum bekannt gegeben: Bei der Hilfsaktion für unsere vom Taifun Haiyan / Yolanda betroffene philippinische Schwesterkirche wurde ein neuer kleiner Spendenrekord aufgestellt! Über 30.000 Euro sind mittlerweile als Unterstützung zusammengekommen!

Das klingt natürlich nicht viel und ist sicherlich auch vor dem Hintergrund der notwendigen Hilfe nur ein kleiner Beitrag. Aber da die alt-katholische Kirche ja nur rund 16.000 Mitglieder hat, hat durchschnittlich jedes Mitglied zwischen Baby und Senior/in rund 2 Euro gespendet. Und wenn so etwas für die ganze Bevölkerung Deutschlands klappen würde, wären wir umgehend bei weit über 160 Millionen Euro Unterstützung für die Philippinen. Und außerdem ist die Spendenaktion ja noch nicht vorbei, sondern es werden weiter Hilfsmittel für die Philippinen gesammelt.

Wie wichtig auch weiterhin die Hilfe ist, macht ein Bericht von unserem alt-katholischen Priester Franz Segbers deutlich, der sich derzeit als Gastdozent auf den Philippinen aufhält. Er schreibt in einer Mail: „Ich kam an dem Tag auf die Philippinen, als der Monstertaifun gerade das Land verlassen hatte. Ich fand ein geschocktes, ja traumatisiertes Land vor. … Wie unter Schock berichtete mir Bischof Vic von Leyte, eine der am heftigsten betroffenen Inseln: ‚Wir haben alles verloren. Nicht eine Kirche, nicht eine Kapelle sind noch erhalten! Doch schlimmer als alles das: Meine Leute haben Hunger, kein Dach über den Kopf.‘ Er drehte sich um, Tränen in den Augen. Fünf Tage haben die Behörden gebraucht, bis erste Hilfe kam. Er selber wurde von Verwandten aus den USA vor dem Sturm gewarnt. Wären nicht die Nichtregierungsorganisationen sofort eingesprungen, wäre das Desaster noch größer.

Am Sonntag ist nun auch der Missionsbeauftragte unseres Bistums, Pfarrer Reihnard Potts, zu einem schon länger geplanten Besuch auf die Philippinen gereist. Er wird bei diesem Besuch vor Ort mit der philippinischen Schwesterkirche dabei auch klären, wo die Mittel derzeit am dringendsten benötigt werden und sich auch ein eigenes Bild der Lage vor Ort zu machen, um den weiteren Unterstützungsbedarf zu ermitteln. „Es ist mir wichtig, einen möglichst engen und direkten Kontakt mit Verantwortlichen der Philippinischen Unabhängigen Kirche aufzubauen. Und das geht am besten in der direkten Begegnung“, so Potts vor seinem Abflug.

Unser alt-katholischer Bischof Dr. Matthias Ring hat in diesem Zusammenhang auch deutlich gemacht, dass die Solidarität mit unseren philippinischen Schwestern und Brüdern auch ein Zeichen der Katholizität unserer Kirche sei. „Katholische Kirche sein bedeutet immer auch, über den eigenen Tellerrand hinausblicken, sonst wird der Begriff ‚katholisch’ zu einem inhaltsleeren Adjektiv“, Bischof Matthias.

Mit der Philippinischen Unabhängigen Kirche besteht seit 1965 volle Kirchengemeinschaft. Diese wird auch durch die Unterstützung der philippinischen Schwesterkirche mit Leben erfüllt. Unsere Schwesterkirche, die Philippinische Unabhängige Kirche (Iglesia Filipina Independiente/IFI) hat weit mehr als 3 Millionen Mitgliedern. Es handelt sich bei ihr um eine katholische und ökumenisch ausgerichtete Kirche, unabhängig von Rom. Sie steht in voller Kirchengemeinschaft mit den Alt-Katholischen Kirchen der Utrechter Union und der Anglikanischen Weltgemeinschaft sowie der Kirche von Schweden. Sie wurde im Jahr 1902 ins Leben gerufen.

Weiter werden Spenden gesammelt auf dem Spendenkonto des Alt-Katholischen Bistums: Konto 7500838, BLZ 370 501 98 bei der Sparkasse Köln/Bonn, Stichwort: Philippinen-Katastrophenhilfe . Diese Spenden, die auf dieses Konto eingezahlt werden, kommen direkt unserer Partnerkirche, der Philippinischen Unabhängigen Kirche, auf den Philippinen zugute.

Weitere Informationen zum Taifun Haiyan auf diesem Blog:

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