Zwischen Fukushima und Tschernobyl: Gemeindeausflug nach Gorleben

Ort des Gorlebener Gebets
Ort des Gorlebener Gebets

Am 7. April 2013 unternimmt die Alt-Katholische Gemeinde Hamburg einen Gemeindeausflug nach Gorleben. Im Rahmen des wöchentlich stattfindenden ‚Gorlebener Gebetes‘ werden wir dann unseren Sonntags-Gottesdienst mit Eucharistie feiern.

Das alt-katholische Gemeindemitglied Winfried Scholten hat zu dem Ausflug geschrieben:

Entschleunigung, das werden die Bahnfahrer am Sonntagmorgen erleben, wenn sie mit maximal 60 km/h und durchschnittlich 43 km/h mit der Bahn nach Dannenberg Ost fahren. Langsamer als zu Dampflokzeiten, dafür mit handbetriebenen Signalen und Schranken in Dahlenburg, Hitzacker und Dannenberg. Die Strecke endet dort, weil seit dem Krieg die Dömitzer Eisenbahnbrücke zerstört ist und auf der Gleistrasse der CASTOR-Verladekran steht.

Wir werden uns auf den ersten Grenzgang machen und die ehemalige innerdeutsche Grenze bei Dömitz überqueren.

Hoch über dem Hafen wartet das Frühstück mit Blick über die Elbe und (bei guter Sicht) bis Gartow und Gorleben auf uns.

Entlang der Elbe fahren wir und setzen mit der Fähre erneut über die Elbe, der zweite Grenzgang. Über den Höhbeck, eine wunderschöne Elbhalbinsel führt uns unser Weg in den Gorlebener Wald. Dort, an der materialisierten Grenze der Industriegesellschaft, dem Zwischenlager Gorleben, ist unser dritter Grenzgang.

Wir lassen das Lager auf der anderen Strassenseite liegen und werden in der nach der ehemaligen Europaabgeordneten Undine von Blottnitz benannten Hütte einen kurzen Überblick erhalten über das, was sich hinter den Zwischenlager- und Endlagerbergwerkzäunen verbirgt.

Seit 1989 ist ohne Unterbrechung jeden Sonntag um 14 Uhr an den Gorleben-Kreuzen in der Nähe und mit Blick auf das Endlagerbergwerk eine Andacht gehalten worden. Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit, dieser Konsens eint alle Personen und Gruppen, die das Gorlebener Gebet gestalten.
Höhepunkt unseres Gemeindeausfluges wird die Eucharistiefeier am Platz des Gorlebener Gebetes sein.

Unsere Kinder haben dort übrigens immer in kurzer Zeit wunderbare Hütten gebaut.

Beim anschließenden Kaffeetrinken im Gasthaus Wiese in Gedelitz haben wir Gelegenheit zum Aufwärmen, Ausruhen und zum Austausch mit allen Teilnehmern des Gorlebener Gebets.

Die Rückfahrt wird uns durch ein Rundlingsdorf im Wendland führen. Warum die Rundlinge so gebaut sind, werden wir leider nicht ergründen können. Über diese Frage streiten die Gelehrten…

Das Gorlebener Gebet findet seit 24 Jahren bei jedem Wetter und freiem Himmel statt. Es wird wetterfeste Kleidung empfohlen (Aprilwetter!)

Für die Organisation der Fahrt wird um verbindliche Anmeldung bis zum 24. März 2013 gebeten.

Die Anmeldungen nimmt Franz Kraft entgegen.

Bitte geben Sie bei der verbindlichen Anmeldung neben Ihren Kontaktdaten (Name, Vorname, Telefon, E-Mail) an, ob Sie mit der Bahn fahren wollen und eine Mitfahrgelegenheit auf einem Niedersachsenticket suchen oder ob Sie mit dem Auto fahren wollen und entweder eine Mitfahrgelegenheit suchen oder eine bieten können.

Ohne Fahrtkosten ist mit einem Kostenumfang von rund 20 Euro je Person zu rechnen.

Kontakt:

Frank Kraft
Am Schulgarten 22
22047 Hamburg
Tel: (040) 69 69 21 00
E-Mail: franz.kraft44@gmx.net

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