Klimawandel-Lebenswandel – Eine Klimaschutz-Kampagne der EKM

Das Jahr 2011 steht für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), welche die Bundesländer Thüringen und die größten Teile von Sachsen-Anhalt sowie kleine Teile von Brandenburg und Sachsen umfaßt, unter dem Motto „Klimawandel – Lebenswandel“. Mit einer Schöpfungs-Kampagne, die unter diesem Motto durchgeführt wird, will die EKM ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit dazu anregen, sich für die Bewahrung der Schöpfung zu engagieren. Dies soll nicht nur theoretisch und theologisch vollzogen werden, sondern auch in praktischen Schritten.

Die Konzentration der Kampagne liegt dabei auf der Einsparung von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emission (CO2). Derzeit verursacht jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich mehr als 10 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr. Klimaverträglich wäre eine weltweite Größenordnung von 2 Tonnen pro Person und Jahr. Daher ist ein effizienterer Umgang mit den Ressourcen und eine Lebensstil-Änderung vor allem in den industrialisierten Ländern dringend notwendig.

Um dies zu motivieren, wird im Rahmen der Kampagne als zentrales Aktions-Element ein Heft mit „Mitmach-Gutscheinen“ publiziert. Es enthält 23 Gutscheine die sich mit den Möglichkeiten des Klimaschutzes beschäftigen: Von „Leitungswasser statt Mineralwasser“ über „Einstieg in echten Öko-Strom“ bis hin zu „Kompost statt Torf“. Außerdem gibt es noch einen „leeren“ Gutschein, bei dem die Teilnehmenden aufgefordert sind, ihre eigene Phantasie spielen zu lassen und nach Wegen der CO2-Einsparung zu suchen, die nicht im Gutschein-Heft berücksichtigt sind.

Der Wechsel zu echtem Öko-Strom hat sich von allen vorgeschlagenen Maßnahmen als der ertragreichste Klimaschutz-Faktor erwiesen. Denn während im herkömmlichen bundesweiten Strommix 506 g CO2 / Kilowattstunde (kWh) anfallen, sind es beim Öko-Strom-Partner der Kampagne, den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), lediglich 11 g CO2 / kWh. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie von 3.000 kWh können beim Umstieg auf EWS-Öko-Strom die CO2-Emissionen also bereits um 1.485 kg CO2 gesenkt werden.

Diejenigen, welche im Rahmen der Kampagne z.B. einen entsprechenden Stromwechsel vollziehen, können den Gutschein dann ausfüllen und ins Landeskirchenamt einschicken. Mit Hilfe der ausgefüllten und eingesandten Schecks erhält die EKM über den Kampagnen-Zeitraum die Größe an CO2, welche durch den u.a. mit dem Stromwechsel vollzogenen Lebenswandel realisiert wurde. Ziel der EKM ist es, im Kampagnen-Zeitraum zwischen dem 02. Januar und dem 02. Oktober 2011 insgesamt 1.000.000 kg CO2 einzusparen.

Für die Hintergrundinformationen zum Thema gibt es neben dem Aktions-Element Gutscheinheft auch noch ein umfangreiches Arbeitsheft, welches die Höhepunkte und Aktionen der Kampagne vorstellt. Das 80seitige Arbeitsheft enthält darüber hinaus umfangreiches Material zu Umwelt- und Lebensfragen, ausführliche Film-, Literatur- und Linklisten sowie einen Referentinnen- und Referentenpool für Vorträge und Veranstaltungen.

Bereits jetzt können Interessierte Arbeitsheft und Gutschein-Heft direkt im Referat Öffentlichkeitsarbeit bei der EKM in gedruckter Form gegen eine geringe Schutzgebühr bestellen (Landeskirchenamt der EKM, Dr. Moritz-Mitzenheim-Straße 2a, 99817 Eisenach), oder kostenfrei auf der Kampagnen-Internet-Seite www.klimawandel-lebenswandel.de downloaden.

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2 Kommentare zu “Klimawandel-Lebenswandel – Eine Klimaschutz-Kampagne der EKM”

  1. Auch wenn Annette Schavan noch so viele Hochglanzprospekt-Grinsen aufsetzt, unser Bildungssystem bekommt es nicht auf die Reihe, den Leuten einen Horizont zu verschaffen, der weit genug ist, damit sie selber auf die Idee kommen, daß
    *es so tolle Erfindungen gibt, die sich „abschaltbare Steckerleiste“ nennen
    *Fernseher und DVD-Player in der Regel keinen Schaden nehmen, wenn sie mit dieser auch abgeschaltet werden.
    *Das Zähneputzen in der Regel genauso effektiv ist, wenn dabei NICHT die ganze Zeit der Wasserhahn volle Pulle auf ist
    *Es sowohl dem Auto wie auch dem Geldbeutel an der nächsten Tanke wie auch den Ohren der Nachbarschaft gut tut, wenn man, statt das Auto wie in der Finnland-Rallye über Schneehügel drüberzuquälen, einen Besen in die Hand nimmt und kurz mal das Gelände rund ums Auto begradigt, bevor man losfährt
    *usw. usf.

    Es regen sich ja auch alle über die energiepsrlampen-Verordnung auf, auch meine Mutter. Aber niemand nimmt mal freiwillig einen Taschenrechner in die Hand.
    Normale Glühbirne: 60 Watt. Energiesparbirne: 15 Watt. 60 Watt – 15 Watt = 45 Watt. (1 Watt = 1 Joule pro Sekunde, bzw. 1 kg*m² pro Sekunde² übrigens, falls es jemand interessiert.) 10.000 Haushalte lassen jetzt im Winter ca. 5 stunden am Tag Energiesparlapmen statt normalen Glühbirnen laufen. Einsparung: 45 Watt*5 Stunden*10.000 Haushalte=2250 Kilowattstunden.

  2. Herr Jungbauer, warum haben Sie mir nicht auf die Finger gehauen?? Ich meinte die SCHWEDEN-Rallye!! Die Finnland-Rallye ist im August! Peinlich….. *schäm*

    Naja, jetzt ist erstmal Dakar und dann Monte Carlo!

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