Bistums-Synode: Geschlechtergerechte Sprache beschlossen & Gedenken an Bischof Ramento

Bistums-Synode 2010 - Foto: Georg Reynders

Auf http://www.evangelisch.de erschien vor wenigen Stunden anlässlich der Synode außerdem ein längeres Interview mit Bischof Dr. Matthias Ring:

„In der Taufe ist die Einheit schon längst da“.

Außerdem zur Information die Pressemitteilung des Bistums zum dritten Synodentag

Die Macht der Sprache und des jesuanischen Martyriums

Dritter Sitzungstag der 57. alt-katholischen Bistumssynode: Beschluss über geschlechtergerechte Sprache und Erinnerungen an einen ermordeten Bischof

Die Abgeordneten der in Mainz tagenden Bistumssynode beschlossen, in offiziellen Dokumenten Frauen und Männer auch sprachlich gleichzustellen. Künftig werden inklusive Sprachwendungen benutzt. Sie bringen die in allen Bereichen der alt-katholischen Kirche bestehende Gleichberechtigung von Frauen und Männern sichtbar zum Ausdruck. Abends präsentierte der alt-katholische Sozialethiker Prof. Dr. Franz Segbers (Marburg) das Buch »Katholisch in Zeiten der Globalisierung« zum Andenken an den am 3. Oktober 2006 ermordeten Bischof Alberto Ramento der Philippinischen Unabhängigen Kirche (IFI). Zuvor fanden Neuwahlen zur Synodalvertretung und zu einigen Kommissionen statt.

»Was wir mit unserer Sprache sagen, drückt aus, was wir denken«, sagt Prof. Dr. Angela Berlis (Bern). Sie war eine von vier Expertinnen der Kommission »Geschlechtergerechte Sprache«. Sie weiß: »In der alt-katholischen Kirche denken wir schon lange, dass Frauen und Männer auf allen Ebenen der Kirche gleichberechtigt sind.« Mit der heutigen Synodenentscheidung mache die alt-katholische Kirche diese Überzeugung nun auch in ihren offiziellen Rechtstexten nach innen und außen hin deutlich sichtbar.

Prof. Segbers nennt in dem Buch »Katholisch in Zeiten der Globalisierung« Bischof Ramento von der Philippinischen Unabhängigen Kirche einen »jesuanischen Märtyrer«. »Er hat eine Botschaft hinterlassen: Es gibt nichts Wichtigeres als das tätige Erbarmen mit allen, die Kreuze zu tragen haben.« Er meint damit auch unter unmenschlichen Bedingungen billige Kleidungsstücke für Europa produzierende Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Philippinen. Die alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union jedenfalls erklären sich solidarisch mit ihrer Schwesterkirche auf den Philippinen und helfen, wo sie können. So sind auch die Kollekten aller  Synodengottesdienste für die Philippinische Unabhängige Kirche bestimmt. Ungefähr zeitgleich gedenkt die Philippinische Unabhängige Kirche ihres toten Bischofs und weist auf die Gedenkveranstaltungen der deutschen Schwesterkirche hin. Das sei Zeichen einer weltweiten Verbundenheit von Arm und Reich, so Bischof Dr. Ring.

Am Nachmittag wurde eine neue Synodalvertretung (gemeinsam mit dem Bischof Leitungsgremium zwischen den Synoden) gewählt. Die Mitglieder sind: Dr. Markus Dreixler (Karlsruhe), Anneliese Harrer (München), Reiner Knudsen (Köln) und Dr. Volker Ochsenfahrt (Bonn) als Vertretung der Laienschaft sowie Pfarrer Christian Edringer (Bad Säckingen/Hochrhein-Wiesental) und Pfarrvikar Thomas Schüppen (Düsseldorf) als Vertretung der Geistlichkeit.

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