Schwestern vom Casteller Ring verlassen Erfurt

Erkennungszeichen der Communität Casteller Ring

Mit großem Bedauern habe ich die Neuigkeit zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich die Schwestern von der Communität Casteller Ring (CCR) entschlossen haben, sich aus Erfurt zurückzuziehen. Mit den Schwestern haben wir in den letzten Jahren in der Augustinerkirche des Augustinerklosters zu Erfurt gemeinsam den Weihnachtsgottesdienst und den Osterfrühgottesdienst gefeiert. – Schade, dass dies nun hier in Erfurt ein Ende hat, bevor es die Möglichkeit hatte, sich zur festen Tradition zu entwickeln.“

Hintergrund für den Weggang ist lt. einer Presse-Information der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) die Zunahme der Aufgaben mit Blick auf das Luther-Jubiläum im Jahr 2017 und die zu geringe Anzahl an Schwestern in Erfurt. Katharina Schridde (46), Leiterin der Stadt-Station Erfurt, Roswitha Sagner (66), Martina Mowitz (66) und Helke Brandt (51) werden nun in andere Aufgaben entsandt.

Seit 1996 sind Schwestern der Communität in Erfurt. Der damalige Bischof der Evangelischen Landeskirche „Kirchenprovinz Sachsen“ (KPS) – sie ist eine der beiden ehemaligen Landeskirchen, aus denen jetzt die EKM besteht -, Christoph Demke, hatte sie in das Kloster gerufen. Anfangs waren es vier Schwestern, drei weitere sind später dazugekommen. Sie haben das geistliche Leben in dem Kloster bereichert und beispielsweise Stundengebete sowie Gottesdienste gestaltet. Als Begegnungsstätte haben sie ein Café eröffnet. Außerdem waren sie in die Innenstadtgemeinden eingebunden. Dort haben sie als Ordensschwestern verbindliches geistliches Leben gelebt sowie Menschen durch Seelsorge, Fürbitte und praktische Hilfe begleitet. Schwester Ruth Meili, die vor Schwester Katharina den Standort geleitet hat, war Mitglied der Synode der KPS.

Im Mai 2008 waren drei Schwestern verabschiedet worden, denn mit etwa 70 Jahren gehen sie in ihr Zentrum zurück. Schwester Ruth hatte die Leitung damals an Schwester Katharina übertragen. Der geplante komplette Abschied liegt hauptsächlich an dem hohen Arbeitsaufwand in Erfurt. Da das Kloster mit Blick auf 2017 immer mehr im Mittelpunkt stehen wird, rechnen die Schwestern mit einer Zunahme der Aufgaben. „In Kürze sind zwei weitere Schwestern 70 Jahre. Leider können keine weiteren Schwestern aus dem Zentrum entsandt werden und wir können mit unserer geringen Anzahl der großen Bedeutung des Klosters als internationalem Treffpunkt nicht mehr gerecht werden“, sagt Schwester Katharina.

Die offizielle Verabschiedung der vier Schwestern der Communität Casteller Ring (CCR) wird im Frühjahr 2011 erfolgen. Mit einem Gottesdienst am 08. Mai 2011 um 15.00 Uhr werden sie sich aus Erfurt zurückziehen.

Die Communität Casteller Ring (CCR) ist eine Ordensgemeinschaft, die zur Evangelisch-Lutheri­schen Kirche gehört. Sie ist auf dem Schwanberg in Unterfranken angesiedelt. Die insgesamt 39 Frauen leben im Geist der Regel des Heiligen Benedikt „ora et labora“ – „bete und arbeite“. Stundengebet und Gottesdienst prägen den Tageslauf. Die Communität wird vom gemeinsamen Leben getragen und durch die Verschiedenheit der Schwestern bereichert. Sie binden sich auf Lebenszeit und begleiten einander auch in Krankheit, Alter und Sterben. Gütergemeinschaft, Ehelosigkeit sowie mündiger Gehorsam gehören zu den Regeln.

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