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… und für die Frauenordination. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage von Soziologie-Studierenden der österreichischen Johannes-Kepler-Universität in Linz, welche unter Betreuung von Prof. Dr. Josef Lins dieses Themas angenommen haben – die übrigens bereits vor dem Bekanntwerden der Mißbrauchsskandale durchgeführt, deren Ergebnisse aber erst jetzt veröffentlicht wurden .

Von den insgesamt 1.731 angeschriebenen österreichischen Weltpriestern (das sind die römisch-katholischen Priester, welche keinem Orden angehören) reagierten 406 auf die Befragung. Das entspricht einer Reaktionsquote von immerhin 24%.

59% der antwortenden Priester sprachen sich dabei für die Abschaffung der verpflichtenden Ehelosigkeit (Zölibat) für römisch-katholische Priester aus. Lediglich 31% votierten für eine Beibehaltung. 10% enthielten sich der Stimme.

Überraschend finde ich darüber hinaus die breite Zustimmung zur Frauenordination: 51% der antwortenden römisch-katholischen Priester halten Frauen durchaus für den priesterlichen Dienst für geeignet. Ein nur leicht geringerer Prozentsatz von 47% würde sie zur Priesterweihe zulassen, wenn es die Möglichkeit dafür gäbe.

Wer sich für die gesamte Studie interessiert, findet sie als 100seitiges pdf-Dokument auf der Website der Universität Linz: Einstellungen zum Pflichtzölibat