John Wesley-Statue in Bristol - Fotograf: DavidDMuir - Quelle: http://www.flickr.de

Der Präsident der Methodistischen Konferenz in England, David Gramble, hat laut Bericht von „Christian Today“ vor der derzeit stattfindenden Generalsynode der englischen Anglikaner (Church of England) erklärt, dass die Methodistische Kirche bereit sei, ihre kirchliche Eigenständigkeit aufzugeben, wenn dies den Erfordernissen des Reiches Gottes diene.

Bereits 2003 hat es nach jahrzehntelangen Gesprächen eine Vereinbarung beider Konfessionen gegeben, welche das Ziel einer Einheit der beiden Kirchen anstrebte.

Gleichzeitig machte eine Sprecherin der methodistischen Kirche allerdings auch deutlich, dass eine solche Einheit nicht bedeuten würde, dass die methodistische Kirche einfach von der anglikanischen „geschluckt“ werden könne, oder dass die Gemeinden den Namen „Methodisten“ aufgeben würden

Eine Kommission wird an den bisherigen Gesprächs-Ergebnissen weiterarbeiten, um eine weitere Annäherung der beiden Kirchen zu erzielen. Bereits 2011 soll diese Kommission sowohl der anglikanischen Synode als auch der methodistischen Konferenz einen Ergebnisbericht des Dialogs vorlegen.

Die Methodisten – in Deutschland: Evangelisch-methodistische Kirche – gehen auf eine Reformbewegung innerhalb der anglikanischen Kirche zurück. Gründer war der englische anglikanische Geistliche John Wesley (1703-91). Die Bewegung breitete sich weltweit schnell aus und hat heute mehr als 70 Millionen Mitglieder. Die britische Methodisten-Kirche hat rund 270.000 Mitglieder. Die anglikanische Kirche in England zählt rund 1,7 Millionen.