Verabschiedung von Bischof Joachim Vobbe

Bischof Joachim Vobbe - Fotografin: Heike Kiefel

„Ein Poet mit Mitra und Bischofsstab“, so ist die Pressemitteilung unserer Kirche zur Verabschiedung von Bischof Joachim Vobbe überschrieben. Er hatte im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen den Rücktritt von seinem verantwortungsvollen und kräftezehrenden Dienst für die Alt-Katholische Kirche angekündigt. Seine Nachfolge tritt Mitte März der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring an, der im November von einer außerordentlichen Bistums-Synode gewählt wurde und am 20. März in der Evangelischen Stadtkirche zu Karlsruhe die Bischofsweihe empfangen wird.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Mariette Kraus-Vobbe und den beiden Ordinariatsangestellten Waltraut Schnittker und Margret Becker wird Bischof Joachim nach 15 Dienstjahren am Samstag, 30. Januar um 11.00 Uhr mit einem Festakt in der Bonner „Namen-Jesu-Kirche“ verabschiedet. Mit Frau Schnittker geht damit die dienstälteste nichtgeistliche Angestellte des Bistums in den Ruhestand. Die Aufgaben im Ordinariat übernimmt Ordinariatsrat Ralph Kirscht.

Bischof Joachim hat das Glaubensleben der Alt-Katholikinnen und Alt-Katholiken in Deutschland auf vielfache Weise geprägt: Als Schöpfer von Gebeten und Liedtexten voll poetischer Sprachkraft und spiritueller Tiefe (wie u.a. ein Blick in unser derzeitiges Gesangbuch „eingestimmt“ verrät). In seinem Bemühen um eine „Kirche von innen“, deren zahlenmäßiges Wachstum ein geistliches Wachstum voraussetzt. Als begeistert-begeisternder Seelsorger für Jung und Alt. In seinem Bemühen um eine ökumenische Verständigung zwischen den Kirchen. Und mit vielem mehr.

Seine in zahlreichen Besinnungstagen wie z.B. den „Herdenbrief-Tagen“ gemeinsam mit Menschen aus dem ganzen Bistum und darüberhinaus entwickelte „Theologie vom Volk für das Volk“ ist immer noch richtungsweisend für die alt-katholische Kirche in Deutschland. Während seines Episkopates wurden mir Angela Berlis und Regina Pickel-Bossau am Pfingstmontag 1996 auch die ersten beiden Frauen in Deutschland zu katholischen Priesterinnen geweiht.

Nach einer sechswöchigen Sabbatzeit wird er sich neuen Aufgaben im Bistum widmen. So bleibt Bischof Joachim Vobbe, der „Poet mit Mitra und Bischofstab“, auch in Zukunft als geistlicher Vordenker und fröhlich-menschlicher Seelsorger seiner Kirche erhalten.

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