Die Programme der Bischofskandidaten – Jürgen Wenge und Matthias Ring über ihre Ideen zum bischöflichen Dienst

bischofswahlIn einer Vorveröffentlichung hat die Bistums-Zeitung „Christen heute“ die Selbstvorstellungen der beiden bisherigen Kandidaten – Jürgen Wenge und Matthias Ring (vgl. dazu „Kandidaten für die Bischofswahl„) – für den bischöflichen Dienst in der Alt-Katholischen Kirche Deutschlands online gestellt.

Matthias Ring betont in seiner Darstellung dabei, wie wichtig im Blick auf die Alt-Katholische Kirche die „Synodalität“ für ihn ist. So will er als Bischof u.a. erreichen, dass die Bistumssynoden spätestens alle zwei Jahre einberufen werden, und dass es zu einer stärkeren Vernetzung innerhalb der Alt-Katholischen Kirche kommt. Außerdem regt er eine tiefgreifende Reform der Bistumsverwaltung und des Ordinariats an, damit in Zukunft effektiver und effizienter gearbeitet werden kann. Um sich vor den „Gefahren des Amtes“ zu schützen möchte sich Ring dann auch von vorneherein von einem Supervisor begleiten lassen; dieser soll ihm dabei helfen, sich selbst immer wieder kritisch zu reflektieren und zu erkennen, ob er in der Ausübung seines Amts noch auf dem richtigen Weg ist, und ob er noch auf die notwendige Unterstützung in der Kirche bauen kann. Ring betont zudem, dass es für die Alt-Katholische Kirche wichtig ist, nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, sondern sich verstärkt den Themen der Welt zuzuwenden: „Eine Kirche, die nur sich selbst zum Thema hat, ist im Evangelium nicht vorgesehen, und für niemanden interessant.“

Für Jürgen Wenge ist es die erste Aufgabe des Bischofs, das Geheimnis des Glaubens zu bezeugen: Jesus Christus. Der Bischof sei daher nicht in erster Linie ein „Verwalter“ oder „Organisator“, sondern ein geistlicher Mensch, der das Evangelium verkündet und dadurch dem Bistum dient. Zudem sei es seine Aufgabe, gerade auch in Blick auf unsere alt-katholische Diaspora-Situation, die Einheit des Bistums zu repräsentieren und so ihre Erkennbarkeit zu garantieren. Wenge möchte im Falle seiner Wahl zum Bischof die Arbeit der Synodalvertretung im Bistum präsenter werden lassen. Zudem sieht er es als notwendig an, nicht nur eine mittel- und langfristige Personalplanung zu machen, sondern auch eine Strukturplanung: Es sollen neue Ideen entwickelt werden, welche die Arbeit der Alt-Katholischen Kirche nicht nur auf die staatskirchenrechtlich errichteten Pfarreien stützen. Nicht zuletzt macht Wenge auch deutlich, dass er nicht die Absicht hat, seine Frau zur „alleinerziehenden Mutter“ werden zu lassen, sondern dass das Amt des Bischofs natürlich auch mit den Bedürfnissen des Familie-Seins in Einklang zu bringen sein müsse.

Die Ausführliche Vorveröffentlichung ist unter dem Link BISCHOFSWAHL als pdf auf den Rechner herunterzuladen.

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5 Kommentare zu “Die Programme der Bischofskandidaten – Jürgen Wenge und Matthias Ring über ihre Ideen zum bischöflichen Dienst”

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