Meine Frau hat mich auf einen Artikel in der feministischen Zeitschrift Schlangenbrut aufmerksam gemacht: Am 29. Mai 2008 hat die römisch-katholische Glaubenskongregation in Anschluss an das Apostolische Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ von 1994 ein allgemeines Dekret zum Thema „Frauenordination“ erlassen. Darin wird betont, dass alle, die Frauen zu Priesterinnen weihen oder sich daran beteiligen, exkommuniziert werden.

Nach Ansicht des Sekretärs der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato, ist diese deutliche Aussage notwendig, da „in einigen Regionen der Welt wieder so genannte Frauenordinationen stattgefunden haben. Des weiteren handelt es sich auch um eine Hilfe für Bischöfe, damit alle Oberhirten eine gemeinsame Antwort zu diesem Thema geben können.“

Weiter macht Amato mit Verweis auf Canon 1024 des römisch-katholischen Kirchenrechtes CIC deutlich, dass die Weihe einer Frau von vorneherein ungültig und nichtig sei, da es sich um keine Ordination im eigentlichen Sinne handle, da diese – lt. römisch-katholischem Kirchenrecht – nur getaufte Männer gültig empfangen könnten.

Wie merkte der Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer anlässlich der ersten Alt-Katholischen Priesterinnenweihen 1996 ironisierend an: „In der katholischen Kirche haben die, die etwas zu sagen haben am Altar, geschlechtsspezifisch bewußt konträr die Röcke an. Würde auch Frauen Priester sein können, hätten sie logischerweise dann die Hosen an. Das ist abzulehnen.

Hintergrundinfos:

Foto: Neuhaus-Kiefel – Foto zeigt Priesterin Anja Goller nach der Priesterinnenweihe am Altar; rechts von ihr Bischof Joachim Vobbe