Beichtgeheimnis retten: Online-Petition unterzeichnen

Wie die Berliner tageszeitung (taz) heute berichtet, ist das Beichgeheimnis in Gefahr: Geistliche sollen nach den Plänen des Bundesinnenministerums künftig auch über seelsorgerliche Gespräche befragt werden können und die Auskunft nicht verweigern können, wenn diese „zur Abwehr einer Gefahr für den Bestand oder die Sicherheit des Staates oder Leib, Leben oder Freiheit einer Person erforderlich ist“.

Da könnte den Interpretationsmöglichkeiten im Endeffekt ganz schnell keine Schranke mehr gesetzt sein. Wenn nötig, wird es wahrscheinlich nicht allzu schwierig sein, entsprechende Gefahren zu behaupten.

Ich finde, das Beichtgespräch muss ein absolut geschützter Raum bleiben. Zumal, wenn man in Betracht zieht, dass nach katholischem Verständnis für eine Beichte echte Reue und der gute Vorsatz notwendig sind, kein entsprechendes sündhaftes Verhalten mehr an den Tag zu legen: Wenn ich also in die Beichte gehe, und ohnehin bereits die Absicht in mir trage, eine entsprechende Tat zu begehen, ist m.E. die Frage, ob man hier überhaupt von einer Beichte sprechen kann.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat daher eine Online-Petition gestartet, die bis zum 01. Juli d.J. unterzeichnet werden kann. Am Samstag, den 31. Mai d.J. soll unter dem Motto „Freiheit statt Angst 2008 – Für die Grundrechte“ darüber hinaus in zahlreichen Städten ein Aktionstag durchgeführt werden, an dem zusätzliche Unterschriften gegen das geplante Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gesammelt werden.

Weitere Informationen:

Foto: marfis75 – Quelle: http://www.flickr.de

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