Nächstenliebe verlangt Klarheit – EKM gegen Rechtsextremismus

motto_jahresthema2008.jpgEin überaus deutliches Zeichen gegen Rechts setzen die evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland: Die Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) hat die Arbeit gegen Rechtextremismus zum Schwerpunkt für 2008 erklärt. Aus diesem Anlass startet sie am Sonntag, den 27. Januar 2008, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, im Rahmen der ökumenischen „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ ein Aktionsjahr gegen Rechtsextremismus. Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus“ werden im ganzen Jahr 2008 zahlreiche Aktivitäten in den Bundesländern Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie den Teilen Sachsens und Brandenburgs stattfinden, die zur EKM gehören.

Im Zusammenhang mit dieser Schwerpunktsetzung sollen u.a. verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen stattfinden, bei denen hochrangige Kirchenvertreter gemeinsam mit Vertretern aus der Politik klar Stellung gegen Rechtsextremismus nehmen. Gedacht ist dabei an Brillen-Putz-Aktionen.

Eröffnet wird das Aktionsjahr mit einem Gottesdienst am 27. Januar 2008 um 10:00 Uhr in der Marktkirche in Halle. Um 11:15 Uhr wird im Anschluss daran, bezugnehmend auf die Predigt, die über die Blindenheilung (Mk 8,22-26) gehen wird, in der Konzerthalle Ulrichskirche eine große Brille von problematischem Gedankengut („Lebensunwertes Leben“, „Angst vor Überfremdung“, …) gereinigt werden, damit die Menschen wieder einen klaren und geschärften Blick erhalten. Gleichzeitig sollen Brillenputztücher mit dem aufgedruckten Motto des Jahres an Passanten verteilt werden.

Diese Aktion mit dem Putzen der großen Brille und dem Verteilen von Brillenputztüchern soll im Anschluss an die Auftaktveranstaltung während des Jahres in der gesamten EKM weitergeführt werden.

Interessierte können eine umfangreiche Materialmappe im Kirchenamt der EKM anfordern. Sie enthält u.a. eine theologische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, einen Leitfaden für Kirchengemeinden zum Umgang mit rechtsextremen Ereignissen oder auch Bausteine für die praktische Arbeit in Gemeinde und Unterricht zum Thema. – Demnächst soll das gesamte Material auch zum Download auf der Web-Site der EKM zur Verfügung stehen.

Der Kontakt für die Postbestellung:

Föderations Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM)
Das Kirchenamt
Projektstelle Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus
Pastorin Dr. Irene Schiefke-Taatz
Dr. Moritz-Mitzenheim-Straße 2a
99817 Eisenach
irene.schiefke-taatz@ekmd.de

Bild: EKM

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12 Kommentare zu „Nächstenliebe verlangt Klarheit – EKM gegen Rechtsextremismus“

  1. Ganz große Klasse. An dem besagten Sonntag haben wir Gottesdienst; machen wir da etwas?

    Wir haben viel zu wenige ausländische Menschen in Thüringen, viel zu wenige!

    Petra

  2. @ Petra

    Ja, ich hatte vor, den Tag zum Anlass zu nehmen, und den Gottesdienst zum Thema zu gestalten. Ich werde daher auch von der Leseordnung abweichen und dazu passende Lesungen verwenden. U.a. als Evangeliums-Text Markus 8,22-26.

    Walter

  3. Liebe Mitchristen!

    Ich sehe die Akrion der evangelischen Kirchen gegen Rechts mit sehr gemischten Gefühlen. Sicherlich ist es wichtig und richtig, wenn seitens der Kirchen auf die Gräuel, die unter dem nationalsozialistischem Regime hingewiesen wird. Man muß sich aber auch als Kirche die Frage gefallen lassen, warum gibt es heute immer noch Menschen, die vermeintlich – nationalsozialistisches Gedankengut in sich tragen und / oder sog. ´“rechtsradikale“ Parteien wie zb die NPD wählen. Ich denke nicht, daß das alles „Nazis“ sind. Wenn hier zum Beispiel gesagt wird, man wolle mit einer „Brillenputzaktion“ Ängste vor Überfremdung abbauen, so ist das vielleicht eine ganz lustige Aktion, geht aber am Hauptproblem vorbei. Die Frage müßte doch lauten: wieso haben Menschen Angst vor Überfremdung und wieso werden sie nicht ernst genommen? Warum sieht man – insbesondere in der evangelischen Kirche – nicht die Gefahren, die mit der schleichenden Islamisierung unseres Landes einhergehen? Warum erwartet man nicht von ausländischen Mitbürgern, daß sie sich verfassungskonform verhalten und bei groben Verstößen nicht des Landes verweist? Solange man darüber nicht offen sprechen will, solange werden diese Parteien, diese Themen dankbar aufgreifen und auch ihre Anhängerschaft finden. Im Übrigen bin ich nicht der Ansicht, daß es in Thüringen zuwenig Ausländer gibt. Es sollte einem Deutschen auch zustehen, offen sagen zu können, daß er lieber unter Deutschen lebt, ohne dafür gleich in die rechtsradikale oder rassistische Ecke gestellt zu werden. Ich sage das ganz bewußt im Hinblick auf unserer Nachbarland Polen, wo man 1. Nationalstolz und Glauben besitzt (und diesen auch stolz verteidigt) und wo man, wenn man irgendetwas möchte in der Lage sein muß, die Landessprache zu sprechen. Solche Verhältnisse, wie wir sie in den „Ghettos“ unserer Großstädte z T haben, wären dort undenkbar. Wenn jemand meint, ich sei fremdenfeindlich, kann er gerne auf meiner Homepage sich eines besseren belehren lassen, es kann jedoch sein, daß man nur über einen Umweg (bei google gorzow eingeben und dann im Wikepediaatrikel unten den Link: Landsberg gestern und Gorzow heute anklicken) dorthin gelangt. Für konstruktive Gespräche bin ich per email jederzeit zu haben.

    Mfg

    Thorsten Bartel

  4. @ Thorsten Bartel

    Hallo Herr Bartel,

    Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich für eine Auseinandersetzung nicht die private Ebene des Austausches von E-Mails nutzen will, sondern natürlich das Blog, auf dem Sie Ihren Kommentar hinterlassen haben.
    Und diesen Kommentar kann ich – das wird Sie nicht wundern – kaum unwidersprochen stehen lassen.
    Dass die „Brillenputzaktion“ selber nicht dazu dient, Fremdenfeindlichkeit abzubauen, ist klar. Das ist auch nicht Sinn und Zweck der Aktion. Vielmehr soll diese Aktion auf das Problem grundsätzlich aufmerksam machen, und vor allem auf das Problem hinweisen, dass es Menschen gibt, die mit braunem Dreck die Brillen der Menschen zuschmieren und so verhindern, dass sie einen klaren und nüchternen Blick behalten (vgl. dazu auch meine Predigt zum Thema: Christsein und Nazi-Sein ist unvereinbar).
    Die von Ihnen behaupteten Probleme sind allerdings schlicht so nicht existent. Mit rund 4% der deutschen Bevölkerung, die muslimischen Glaubens ist, haben wir m.E. keine schleichende Islamisierung unserer Gesellschaft (in den Niederlanden sind etwa 5% der Bevölkerung Muslime, in Frankreich sind es etwa 10%), und es ist auch nicht so, dass sich ein überwiegender Teil nicht verfassungskonform verhalten würde. Es handelt sich hier lediglich um einen Teilausschnitt der Muslime, die Sie hier im Blick haben. Und selbst bei diesem Teilausschnitt würde ich sagen: Wer davon die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gehört nicht abgeschoben, sondern als deutscher Staatsbürger nach deutschem Recht und Gesetz abgeurteilt.
    Zur Zahl der Ausländer in Thüringen: Im Schnitt kommen wir in der Bundesrepublik auf einen Schnitt von etwa 8% der Bevölkerung, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen; in Thüringen haben wir lediglich rund 2%. Ich finde nun wirklich nicht, dass dies sehr viel ist. Außerdem tragen unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Wohlstand und Entwicklung in unserem Land bei; ohne die so genannten „Gastarbeiter“ wäre im Westen der wirtschaftliche Aufstieg in den 50er und 60er Jahren, und damit die Basis für den Wohlstand der Bundesrepublik, nie erreicht worden. Das wird viel zu oft übersehen.
    In Sachen Landessprache könnten wir uns übrigens durchaus an die eigene Nase fassen. Ich habe schon sehr häufig erleben müssen, wie selbstverständlich Deutsche im Ausland davon ausgehen, dass die anderen natürlich Deutsch können müssen. Da war auch häufig genug nicht gerade viel Willen da, die andere Sprache zu erlernen.
    Nichts gegen Stolz auf das eigene Land: Ich bin gerne stolz auf ein Deutschland, welches tolerant, offen und aufgeschlossen ist, ein Land, in dem sich auch ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger wohlfühlen können und keine Angst haben müssen, von irgendwelchen rechten Dumpfbacken durch die Straßen gejagt zu werden (vgl. mein Beitrag „No go“), ein Land, in dem es keine „national befreiten Zonen“ gibt, ein Land, in dem deren Christinnen und Christen verstanden haben, dass Gott den Menschen erschaffen hat, und nicht die Nation.

    Walter Jungbauer

  5. Sehr geehrter Herr Jungbauer,

    wir können gerne den „offiziellen“ Weg wählen, daß mit der privaten Email war nur als Angebot gedacht, um hier nicht den Rahmen zu sprengen.

    Auch ich möchte mir noch einmal die Mühe machen und ein paar Worte sagen. Erstens haben Sie natürlich völlig recht, wenn Sie sagen, daß Christsein und Nazisein nicht zu einander passen. Die Werte oder besser gesagt Unwerte, die das nationalszialistische Regime kennzeichneten mit all ihren schrecklichen Folgen für die Völker Europas und die eigenen Mitbürger ( Juden, Geisteskranke etc) lassen sich nicht mit vereinbaren, was Christus uns lehrt. Ich pflichte Ihnen auch bei – wie gesagt ich bin viel in Polen – erlebe ich es auch immer wieder, daß Deutsche dort ganz verwundert sind, wenn man nicht deutsch spricht und auch von einigen Polen auf den sog. Polenmärkten habe ich schon gehört, daß sie sehr traurig darüber sind, daß auch langjährige Kunden nicht einmal ein „dzien dobre“ oder „dzienkuje“ übder die Lippen kriegen. Doch hier geht es um Touristen und nicht um Menschen, die in einem anderen Land dauerhaft leben wollen oder müssen.

    Im eigenen Interesse sollte jeder – egal wo er lebt – die Sprache des Landes zumindest einigermaßén beherrschen, in dem er lebt. Doch das ist gerade für unsere türkischen Mitbürger ja gar nicht mehr erforderlich, denn sie haben sich eine eigene Infrastruktur aufgebaut, haben eigene Geschäfte, Banken, Ärzte, Rechtsanwälte etc. Hinzu kommen Wertevorstellungen, die mit unseren Werten (sofern wir denn in Deutschland überhaupt noch welche haben) nicht oder nur schwer vereinbar sind. Ich sage immer, Toleranz ist eine prima Sache, doch sie kann nur funktionieren, wenn sie von allen Seiten gelebt wird. Und da sehe ich ein sehr großes Problem und es gibt, auch wenn das immer verschwiegen wird, nicht nur rechte Dumpfbacken wie Sie es nennen, sondern leider auch viel zu viele auf der „anderen“ Seite, die nichts anderes können als draufschlagen, aus welchen Gründen auch immer. Und das wird m.E. hier bei uns einfach nicht zur Kenntnis genommen.

    Im Kern bleibe ich bei dem, was ich gechrieben habe: nicht alle Deutschen mögen Multikulti und ich erwarte, das zählt für mich auch zur Toleranz, daß auch sagen zu dürfen, ohne in die rassistische ecke gestellt zu werden. Ich möchte auch über meine Ängste sprechen können, ganz gleich ob sie nun real seien oder nicht. Ich wundere mich nicht über den Zuwachs von Wählerstimmen am rechten oder auch am linken Rand, sie sind eine logische Folge des Totschweigens prisanter Themen in der Öffentlichkeit. Am Rande gefragt: haben Sie Einblick, was in muslimischen KReisen wirklich läuft? Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und habe mir eine deutsche Übersetzung des Korans gekauft. Dort steht ganz eindeutig drin, daß wir Christen Ungläubige sind und das man mit Ungläubigen so ziemlich alles machen kann, was einem gerade einfällt, von Belügen bis zum Mord (schlagt sie tot!). Wer mir erzählen will, diese Leute seien tolerant, da kann ich dann nur noch sagen, ihr werdet Euch noch wundern, wie tolerant erst mit uns Christen umgegangen werden wird in ein paar Jahren!

    Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen daraus gezogen und bin gerade dabei, mir eine Existenzmöglichkeit in Polen aufzubauen. Dort bin ich dann zwar auch ein Ausländer aber ich lebe als Katholik unter Katholiken, noch dazu in einem Gebiet, in dem meine Familie bis 1945 lebte. Neulich sprach ich im Zug von Gorzow nach Kostrzyn mit einer alten Dame, die ihre Tochter in Hannover besuchte. Bei dem Thema Ausländer, Kopftuch etc. sagte sie einen Satz auf Deutsch: bei Euch die (sie meinte die Muslime) komplett spielen verrückt! Und während man in Deutschland gleich in die rechte Ecke gestellt wird, spricht man in Polen über die Probleme wie Autoklau, Angst vor Rückkehr der Deutschen etc.

    Ihre Aussage, daß uns die Migraten Wohlstand etc bringen kann ich nicht teilen, wenn man einmal von hochqualifzierten Fachkräften in der Wirtschaft absieht (die bringen dann eher der Wirtschaft Wohlstand, weil sie sich die Konzerne die Ausbildung eigener Kräfte sparen). Wer nun nicht in der Lage ist, einen Gemüse- oder Dönerladen zu führen wird, sofern er nicht über gute Sprachkenntnisse verfügt, es schwerlich schaffen, Geld in einem sozial- und steuerpflichtigen Arbeitsverhältnis zu finden. Dabei hätten diese Leute alle Chancen der Welt – zumindest die Kinder – könnten sie doch von Klein auf bereits 2 Sprachen!In meiner Klasse gab es Protugiesen, Spanier und Polen – die sprachen, als sie aus der Schule kamen mind. 2 Sprachen fließend, wenn nicht noch Englisch und Französisch oder Latein dazukam!

    Naja, heisses Thema, langes Thema. Die Zukunft wird zeigen, wer von uns recht behält, ich wünschte mir, ich nicht. Manchmal glaube ich, daß das, was wir hier erleben, die Rache dafür ist, daß wir die Juden vertrieben und getötet haben. Die waren – im Gegensatz zu unseren jetzigen Mitbürgern – überwiegend deutsch – national eingestellt, wobei man ja „deutch-national“ heute auch schon nicht mehr sagen darf!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thorsten Bartel

  6. PS: in Polen wird auch über rassistische Angriffe seitens der polnischen Rechtsradikalen gesprochen.

    Im letzten Absatz wollte ich schreiben unsere ausländischen Mitbürger

    MfG

    Thorsten Bartel

  7. @ Thorsten Bartel

    Sehr geehrter Herr Bartel,

    herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung auf meine Reaktion.

    Wir können sicherlich darin übereinstimmen, dass jemand, der dauerhaft hier in Deutschland lebt, sinnvollerweise auch deutsch sprechen können sollte. Schon aus reinem Eigeninteresse.

    Dass sich in Deutschland bzw. in gewissen Teilen schon fast abgeschlossene Gethos bilden, ist in der Tat ein Problem. Wie man das aber sinnvoll lösen will, dazu habe ich noch keine gute Idee gehört. Und ich muss sagen: Wenn ich im Ausland leben würde, hätte ich sicherlich auch eher die Neigung, mich in einem Gebiet niederzulassen, in dem Deutsche leben. Schon alleine, um mich nicht gleich vollkommen losgelöst in einer mir fremden Kultur zurecht finden zu müssen. Da dann allerdings auch wieder auszubrechen, wenn ich heimischer geworden bin, würde auch mir wahrscheinlich nicht sehr leicht fallen.

    In Sachen Wertevorstellungen: Hier müssten wir wohl darüber reden, bis wo diese gehen. Vielleicht kämen wir da sogar zu einem Konsens.

    Ich glaube aber nicht, dass es wirklich vollkommen gemeinsame Wertevorstellungen gibt oder auch nur gegeben hat. Schon ein Einwohner aus Bayern und einer aus Hamburg werden wohl zwei recht unterschiedliche Wertvorstellungen mitbringen.

    Sicherlich hat sich in einer postmodernen und globalisierten Weltgemeinschaft dieser Zustand noch potenziert, aber das hängt nicht notwendigerweise mit der Anzahl der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammen, die hier in Deutschland leben, sondern mit der Veränderung der Weltgesellschaft.

    In Sachen Koran: Man kann sicherlich solche und solche Stellen darin finden. So gebietet Sure 41,35 beispielsweise die Überwindung des Bösen durch das Gute. – Und wenn ich mir auf der anderen Seite mein heiliges Buch – die Bibel – zur Hand nehme, kann ich auch einiges an Grausamkeiten finden, die ich dem Kontext zuschreiben, in dem sie verfasst worden sind: So befiehlt mir Exodus 35,2 eigentlich, jeden zu töten, den ich Samstags arbeiten sehe (um nur ein Beispiel zu nennen).

    Ein letztes noch: Die so genannten Gastarbeiter der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts haben unseren Wohlstand mit aufgebaut. Ohne deren Hilfe wären wir ein wahrscheinlich ein rückständiges Agrarland geblieben. Und auch die heute hier lebenden ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zahlen Steuern und Abgaben, und bauen damit auch mit an unserem Staat. – Von daher tragen Sie zum Wohlstand in Deutschland bei. Und das nicht zu knapp.

    Um unseren Wohlstand zu erhalten, würde ich sogar eher noch eine klare Einwanderungspolitik bevorzugen: Schon heute fehlen uns jede Menge qualifizierte Arbeitskräfte. Nach einer Studie des Wirtschaftsministerums kostet uns das jährlich 20 Milliarden Euro entgangener Wirtschaftsleistung. Schade drum … .

    Herzlich grüßt

    Walter Jungbauer

  8. Sehr geehrter Herr Jungbauer,

    ich kam leider nicht eher dazu, zu antworten.

    Sie haben recht, wenn sie auf die Entwicklung in den 1950iger und 1960iger Jahren hinweisen, ich glaube zu erst kamen die Italiener und Griechen, später dann Türken, Spanier und Portugiesen. Alle Gruppen – außer Türken – waren in unserer katholischen Schule auch vertreten und wir sind alle gut miteinander ausgekommen. Gerne erinnere ich mich an die Geburtstage meines spanischen Freundes! Und wehe, man für am Garten der Familie vorbei ohne Hallo zusagen und mind ein Getränk oder ein Stück Kuchen oder Brot zu essen, das war das schlimmste, was man machen konnte! Sehr gastfreundliche Menschen!

    Wenn nunmehr Fachkräfte fehlen bin ich der Meinung, daß man sich fragen muß, warum das so ist, nämlich meiner Meinung nach die Kostenfrage. Für die Wirtschaft ist es preisgünstiger, sich qualifzierte Kräfte ins Land zu holen anstatt diese selbst auszubilden. Und da bin ich der Meinung, das kann nicht sein, wer hier seine Produkte verkauft, so gefälligst auch ausbilden. Im übrigen haben wir genug arbeitslose Ingeniere im Land.

    Sie haben recht, auch in der Bibel stehe einige „harte Sachen“ – da kann ich ja froh sein, daß ich noch nicht erschossen wurde (kicher) – doch sind wir durch das Testament Jesu zur Vergebung und Feindesliebe aufgerufen. Das vermisse ich im Islam und ich halte diese Strukturen für nicht durchschaubar und daher sehr gefährlich. Was an den „Tagen der offenen Moschee“ und was in Wirklichkeit läuft, sind eben 2 verschiedene Sache bzw. koennen zwei verschiedene Sachen sein.

    Ich wuensche Ihnen und Ihrer Gemeinde alles Gute!

    Mfg

    Thorsten Bartel

  9. Guten Abend,

    verwundert und entsetzt reibe ich mir die Augen, was ich da zufällig lesen. Unsere Gewürze kamen mit den Mauren über Spanien nach Europa, den Alten Griechen verdanken wir wichtige geistige Entwicklungen, auf denen wir heute unsere Demokratievorstellungen gründen,… Ich könnte das unentwegt fortführen…
    Neulich war ich mit der 23-jährigen türkischen Nichte (angehende Architektin, Muslimin) meiner türkischen Schwägerin in Dachstuhl unserer fast 800 Jahre alten Kirche unterwegs (hier bin ich im Kirchenvorstand). Wir sprchen auf englisch miteinander. Voller Stolz berichtete sie mir von neusten Ausgrabungen Christlicher Funde in der Süd-Ost-Türkei. Sie hat in einer Selbstverständlichkeit in einer Freude über die heutigen Zeugnisse einer Religion, einer Kultur berichtet, die weit vor ihrer dort vorherschend war, über deren Orte wir heute noch in der Bibel lesen können. Das ha mich etwas beschämd.
    Herzl. Grüße
    Joachim Nolte

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