Gottesdienst unter der Lupe

Der Journalist Philipp Mausshardt hat in einer Kolumne in der taz einen interessanten Vorschlag gemacht: Ähnlich wie Universitäten oder Augenärzte mittlerweile auf Ranglisten geführt werden, sollte man doch auch Gottesdienste und Predigten unter die Lupe nehmen und deren Qualität beurteilen. Er selber habe dies vor Jahren für die Münchener Abendzeitung gemacht. Die Rubrik sei allerdings mittlerweile eingestellt worden.

Nun ist Mausshardt manchmal für das evangelische Monatsmagazin chrismon unterwegs, um Liturgie, Predigt, Musik und Atmosphäre zu beurteilen (die aktuelle Gottesdienstkritik: Christuskirche in Aschaffenburg). Ein alt-katholischer Gottesdienst war dabei, soweit ich das bislang beobachtet habe, allerdings noch nicht unter den beurteilten. Wär ja mal was …

Der Artikel in der taz: Zwei Teufel für den Pfarrer

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4 Kommentare zu “Gottesdienst unter der Lupe”

  1. Der Vorschlag hat einen gaaaaanz langen Bart. Im Berliner Tagesspiegel gibt es im Lokalteil jeden Montag eine „Gottesdienstrezension“ vom Sonntag unter dem Titel „sonntags um zehn“

  2. Gottesdienst o_d-e-r Götzendienst,
    Wem wollt Ihr dienen?

    Von Anfang an der Menschheit, hat Gott seine erste berufene und zubereitete Gemeinde und Volk Israel,
    zu einem heiligen Gottesdienst aufgerufen und ihnen befohlen, sich nicht von den Satzungen zu trennen, noch zu verfälschen.

    So hat auch Christus, seine von IHM berufenen, zubereiteten Jünger, Aposteln und Evangelisten, aufgerufen, nur das zu verkünden in einem heiligen Gottesdienst, was ich(Christus euch befohlen habe, nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn Gott also durch seinen Heiligen Geist, uns aufruft zu einem heiligen Gottesdienst, so müssen wir uns doch mal fragen in der fast
    achtzehnhundertjährigen Kirchengeschichte, wessen Gottesdienst wir tun wenn anmaßende, selbstberufene, selbst hochstilisierte Menschen, nur weil sie mal hin und wieder, fromme Gefühle bekommen, den Menschen zu einem „Gottesdienst“ aufruft, den Gott weder gestiftet noch selber gegenwärtig ist.
    Wenn Gott noch Christus, durch seinen Heiligen Geist,Kraft und Auftrag, nicht anwesend ist in der Religion, Kirche, Tempel und Sekte,bei ihrem von Menschen, Fleisch und Blut, einberufenem Gottes-Dienst, dann ist ein solcher „Gottesdienst“, immer ein GÖTZENDIENST, spricht Gott der Herr im 21-ten Jahrhundert.
    Suchet und Denket nach, so werdet Ihr finden die Wahrheit im Heiligen Geist verborgen. Peter Sem.

  3. Am vergangenen Sonntag war es dann doch einmal so weit – Benjamin Lassiwe vom Berliner Tagesspiegel kam zum Gottesdienst nach Alt-Schöneberg, um dann am Montag in der Rubrik „Sonntags um Zehn“ darüber zu berichten:

    http://www.tagesspiegel.de/2726493

    Zwar war dort diesmal „nur“ die Predigt alt-katholisch – aber vielleicht war es genau dieses Beispiel gelebter Ökumene, was für den Journalisten interessant gewesen ist …

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